Michael Weingarten: Carl Schmitt und die Folgen. Zur rechtsextremen Kritik der Menschenrechte

Wann:
7. Dezember 2018 um 19:30
2018-12-07T19:30:00+01:00
2018-12-07T19:45:00+01:00
Wo:
Württembergischer Kunstverein
Kontakt:
Hannah-Arendt-Institut Stuttgart

Der universelle Geltungsanspruch der Menschenrechte wurde von konservativen Theoretikern wie Edmund Burke und Rechtsextremen wie Carl Schmitt schon immer bestritten. „Wer Menschheit sagt, will betrügen“ – so Carl Schmitt. Denn der Bezug auf die Rechte der Menschen werde als Hebel verwendet, um die Souveränität des Staates außer Kraft zu setzen. Nicht nur in der sogenannten „Neuen Rechten“, sondern auch in der CSU – deren Umgang mit dem Asylrechts-Artikel des Grundgesetzes macht das eindeutig – sind die Aussagen Schmitts Grundlage der Missachtung von Menschenrechten, sei es aus Überzeugung oder aus opportunistischem Machtkalkül. Nun können solche Ideologeme aber nur deswegen politische Wirkung entfalten, weil sie Begründungsprobleme der Menschenrechte deutlich machen. Es ist also eine doppelte Aufgabe zu bewältigen: In der Kritik von menschenrechtskritischen Positionen zugleich die Begründung der Menschenrechte weiter voranzutreiben. Genau dies soll in dem Vortrag versucht werden.

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